Porsche Supercup

Porsche Supercup 2008: Der Neue kommt - neues Cupfahrzeug


Im 16. Jahr seines Bestehen glänzt der Porsche Mobil1 Supercup 2008 mit einem modifizierten Cupfahrzeug. Mit 420 PS legt der 911 GT3 Cup deutlich an Leistung zu. Optische Anleihen am Straßen-GT3 und eine neue Rennauspuffanlage gehören neben zahlreichen Detailverbesserungen zu den Merkmalen der neuesten Rennsportgeneration von Porsche.

Ein Leistungsplus von 5% und „noch mehr Rennfahrzeug" machen den 911 GT3 Cup des Jahrgangs 2008 zum ultimativen Cupfahrzeug der Porsche-Markenpokale. Optisch auf dem Stand des aktuellen 911 GT3 in Straßenverkehr, weiß der Elfer vor allem durch seine inneren Werte zu überzeugen: Bewährtes wurde beibehalten, Innovationen wurden hinzugefügt. „Mit 420 PS und einem Drehmoment von 420 nm bei 6.500 rpm ist der GT3 Cup des Jahrgangs 2008 das stärkste Markenpokalfahrzeug, das Porsche bisher gebaut hat", erläutert Hermann Josef Steinmetz, Projektleiter der Cupfahrzeuge, am Rande der Motorsportmesse in Köln dem interessierten Fachpublikum. Bei einem nahezu unveränderten Reglementgewicht von 1.130 kg und der erstmals verwendeten „offenen Rennauspuffanlage" sollen die durchschnittlich 125.000 Besucher eines Formel-1-Grand Prixs in den Genuß von nochmals schnelleren Rundenzeiten und dem unvergleichlichen Sound des 3.6 Liter Sechszylinder Boxermotors kommen. Neben der Rennauspuffanlage der Supercup-Version stehen eine gedämpfte Variante für den Einsatz in den nationalen Cups und eine dritte Variante für Testfahrten zur Verfügung.

Nochmals zugelegt wurde bei der Sicherheit und der Karosseriesteifigkeit des Cup-Porsche. Erstmals findet der Originalüberrollkäfig des Porsche RSR im Cup-Fahrzeug Verwendung. Auch die Installation des Scheibenwischers wurde an die Gegebenheiten des Rennsports angepasst. Der zentral angeordnete Einarmwischer steht erstmals senkrecht auf der Frontscheibe. Die TV-Zuschauer wird's freuen: Bei der Onboardkameraperspektive herrscht nun freie Sicht auf' die vorausfahrend Konkurrenz. Mit einer geänderten Heckschürze und dadurch angepasster Aerodynamik nimmt das Rennfahrzeug Anleihen am Straßen-GT3.

Auf der Porsche Produktionslinie in Zuffenhausen entstehen pro Tag drei Cup-Elfer. 265 Fahrzeuge werden insgesamt für die neun Markeonpokale produziert und anschließend in Weissach komplettiert.

Drei Cup-Elfer werden in den Monaten September bis April pro Tag auf der Produktionslinie in Zuffenhausen gefertigt. „Insgesamt entstehen so 265 Rennfahrzeuge, die nach der Montage in Zuffenhausen im Rennsport-Logistikzentrum in Weissach komplettiert und dann an die Kunden der acht nationalen Carrera Cups und des Supercups ausgeliefert werden", berichtet Supercup-Manager Jens Walther.

In Deutschland, Italien, Frankreich, Australien, Asien, Japan, Großbritannien und Skandinavien kommen „die Neuen" genauso zum Einsatz wie im Feld der 26 Starter des Porsche Mobil1 Supercups. „Mit unseren zahlreichen Anfragen rechnen wir mit einem absolut vollen Starterfeld im Supercup, erste Teams sind bereits eingeschrieben", so Jens Walther. „Das ist jetzt die ganz wichtige Phase, in der die Weichen für 2008 gestellt werden und die Entscheidungen zu den nächstjährigen Einsätzen getroffen werden", sagt Supercup-Pilot Richard Williams am Rande der Motorsport-Expo in Köln und bringt es damit stellvertretend für seine Fahrerkollegen auf den Punkt. „Ich rechne damit, dass ich in den nächsten 14 Tagen zum Vertragsabschluss komme und damit dann 2008 unter Dach und Fach habe. Gerne würde ich mit meinem Team von Jetstream Motorsport weitermachen", so der Zehntplatzierte des letzten Jahres.

Technische Daten

Karosserie
997-Basis, selbsttragende Karosserie aus feuerverzinktem Stahlblech, Heckdeckel, -verkleidung und Türen aus CFK, Fond- und Heckfenster aus Kunststoff, Frontverkleidung mit Spoiler, verstellbarer Heckflügel aus CFK, eingeschweißter Stahl-Sicherheitskäfig (25 Meter nahtloses Stahlrohr), höhenverstellbarer Rennschalensitz, 6-Punkt-Sicherheitsgurt, Feuerlöschanlage, 90-Liter-Kraftstofftank, Luftheberanlage


Motor
Sechszylinder-Boxermotor, 3.598 ccm, Hub 76,4, Bohrung 100 mm, 400 PS (294 kW) bei 7.300 U/min, max. Drehmoment 400 Nm bei 6.500 U/min, max. Drehzahl 8.400 U/min, Trockensumpfschmierung, Zweistufen-Resonanz-Ansaugverteiler, elektronisches Motor-Management MS 3.1, Abgasnachbehandlung: zwei Emitec Metaliten mit PE-Design TM, Endschalldämpfer mit Doppelendrohr in zentraler Anordnung, 98 ROZ Super Plus bleifrei


Kraftübertragung
Sechsgang-Getriebe mit sequentieller Klauenschaltung, interne Druckölschmierung, Getriebekühlung mit Öl-Wasser-Wärmetauscher, Einmassen-Schwungrad, hydraulischer Zentralausrücker, 5,5-Zoll-Dreischeiben-Sintermetallkupplung von ZF Sachs, Sperrdifferenzial 40/60 %, Hinterradantrieb


Fahrwerk
VA: Porsche-optimierte Federbeinachse, stufenlos verstellbarer Biegeblatt-Stabilisator, Federbeinanbindung an Radträger mit Doppelklemmung, HA: Mehrlenker, starr aufgehängter Achsträger, stufenlos verstellbarer Biegeblatt-Stabilisator, VA und HA: doppelte Schraubenfedern, Höhe, Sturz, Spur stufenlos verstellbar, Servolenkung mit elektro-hydraulischer Druckversorgung

Räder und Reifen
dreiteilige Leichtmetallräder mit Zentralverschluss, VA 9J x 18, ET 43, HA 11J x 18, ET 30, Bereifung: Michelin, VA 24/64-18 (Slicks, al ternativ Regen), HA 27/68-18 (Slicks, altern ativ Regen)


Bremsen
Bremsanlage mit Waagebalken-Balance-Regulierung, gelochte, innenbelüftete PCCB-Bremsscheiben, VA 380 mm, Brembo Sechskolben-Alu-Festsättel einteilig,
HA 350 mm, Brembo Vierkolben-Alu-Festsättel einteilig, Pagid Bremsbeläge


Gewicht
ca. 1.120 Kilogramm (mit Öl, Kühlmittel)